Allgemeine Geschäftsbedingungen der Ingenieurbüros Österreichs – B2B (zwischen Unternehmern)

1 Geltung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Abweichungen und Begriffe

1.1 Die folgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle gegenwärtigen und künftigen Verträge zwischen dem Auftraggeber in seiner Eigenschaft als Unternehmer und dem Ingenieurbüro.

1.2 Abweichungen von diesen Bedingungen und insbesondere auch Bedingungen des Auftraggebers gelten nur, wenn sie vom Ingenieurbüro ausdrücklich und schriftlich anerkannt und bestätigt werden.

1.3 „Tage“ in diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind Kalendertage.

1.4 „Schriftlich" bzw. „Schriftform" bedeuten in diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen Unterschriftlichkeit im Sinne des § 886 ABGB. Der eigenhändigen Unterschrift gleichgestellt ist die qualifizierte elektronische Signatur (§ 4 SVG). Eine einfache E-Mail genügt diesem Erfordernis nicht.

2 Angebote, Nebenabreden

2.1 Die Angebote des Ingenieurbüros sind, sofern nichts anderes angegeben ist, freibleibend und zwar hinsichtlich aller angegebenen Daten einschließlich des Honorars.

2.2 Enthält eine Auftragsbestätigung des Ingenieurbüros Änderungen gegenüber dem Auftrag, so gelten diese als vom Auftraggeber genehmigt, sofern dieser nicht unverzüglich (binnen 10 Tagen ab dem Zugang der Auftragsbestätigung) schriftlich widerspricht.

2.3 Vereinbarungen bedürfen grundsätzlich der Schriftform. Mündliche Zusagen, Nebenabreden oder Erklärungen sind unverbindlich.

3 Auftragserteilung

3.1 Für Inhalt, Art und Umfang der Leistungen gelten folgende Dokumente in nachstehender Reihenfolge: der Auftrag des Auftraggebers bzw. das beidseitig unterfertigte Vertragsdokument, das Angebot des Ingenieurbüros, diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die dem Angebot zugrunde gelegten Unterlagen sowie die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften und die allgemein anerkannten Regeln der Technik.

3.2 Änderungen und Ergänzungen des Auftrags bedürfen der schriftlichen Bestätigung durch das Ingenieurbüro, um Gegenstand des vorliegenden Vertragsverhältnisses zu werden. Das Ingenieurbüro ist berechtigt, aufgrund von Änderungen oder Ergänzungen des Auftrages den nachgewiesenen Mehraufwand zusätzlich in Rechnung zu stellen sowie eine entsprechende Anpassung der Fristen vorzunehmen.

3.3 Das Ingenieurbüro verpflichtet sich zur ordnungsgemäßen Durchführung des ihm erteilten Auftrags nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik und den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit.

3.4 Das Ingenieurbüro kann zur Vertragserfüllung andere entsprechend Befugte heranziehen und diesen im Namen und für Rechnung des Auftraggebers Aufträge erteilen. Das Ingenieurbüro ist jedoch verpflichtet, den Auftraggeber von dieser Absicht schriftlich zu verständigen und dem Auftraggeber die Möglichkeit einzuräumen, dieser Auftragserteilung an einen Dritten binnen 10 Tagen schriftlich zu widersprechen.

3.5 Das Ingenieurbüro kann auch zur Vertragserfüllung andere entsprechend Befugte als Subplaner heranziehen und diesen im Namen und für Rechnung des Ingenieurbüros Aufträge erteilen. Das Ingenieurbüro ist jedoch verpflichtet den Auftraggeber schriftlich zu verständigen, wenn es beabsichtigt, Aufträge durch einen Subplaner durchführen zu lassen, und dem Auftraggeber die Möglichkeit einzuräumen, dieser Auftragserteilung an den Subplaner binnen 7 Tagen zu widersprechen; in diesem Fall hat das Ingenieurbüro den Auftrag selbst durchzuführen.

3.6 Der Auftraggeber hat dem Ingenieurbüro alle für die Leistungserbringung erforderlichen Unterlagen, Informationen, Freigaben und Entscheidungen rechtzeitig und vollständig zur Verfügung zu stellen. Ein Mehraufwand infolge verspäteter, unvollständiger oder nachträglich geänderter Vorgaben des Auftraggebers ist gesondert zu vergüten. Die vereinbarten Fristen verlängern sich entsprechend dem Verzug des Auftraggebers.

3.7 Hat das Ingenieurbüro Bedenken gegen Vorgaben, Unterlagen, Weisungen oder Entscheidungen des Auftraggebers, wird es den Auftraggeber ehestmöglich darauf hinweisen. Hält der Auftraggeber ungeachtet eines solchen Hinweises an seinen Vorgaben fest, ist das Ingenieurbüro von seiner Haftung für die geschuldete Leistung insoweit befreit, als diese Vorgaben, Unterlagen, Weisungen oder Entscheidungen des Auftraggebers dies verunmöglichen. Der Auftraggeber hat jedoch das vereinbarte Entgelt abzüglich allfälliger Ersparnisse des Ingenieurbüros zu zahlen. Sollten die Vorgaben, Unterlagen, Weisungen oder Entscheidungen des Auftraggebers die Leistungserbringung erschweren, hat der Auftraggeber die Mehrkosten zu ersetzen und erstreckt sich die Leistungsfrist entsprechend.

4 Gewährleistung und Schadenersatz

4.1 Gewährleistungsansprüche können nur nach Mängelrügen erhoben werden, die ausschließlich schriftlich binnen 14 Tage ab Übergabe der Leistung oder Teilleistung zu erfolgen hat. Als Übergabe gilt auch die digitale Bereitstellung der Leistung oder Teilleistung an den Auftraggeber, insbesondere durch Übermittlung per E-Mail oder Bereitstellung auf einer Projektplattform.

4.2 Das Ingenieurbüro ist berechtigt, festgestellte Mängel innerhalb angemessener Frist selbst zu beheben oder beheben zu lassen. Der Auftraggeber hat dem Ingenieurbüro hierzu Gelegenheit zu geben. Eine Ersatzvornahme durch den Auftraggeber oder durch Dritte ist nur zulässig, wenn das Ingenieurbüro die Mängelbehebung verweigert oder diese innerhalb angemessener Frist nicht erfolgt.

4.3 Gewährleistungsansprüche verjähren gemäß § 933 Abs. 3 ABGB drei Monate nach Ablauf der jeweiligen Gewährleistungsfrist.

4.4 Ansprüche auf Vertragsauflösung und Preisminderung sind ausgeschlossen. Ansprüche auf Verbesserung bzw. Nachtrag des Fehlenden sind vom Ingenieurbüro innerhalb angemessener Frist, die im Allgemeinen ein Drittel der für die Durchführung der Leistung vereinbarten Frist betragen soll, zu erfüllen. Ein Anspruch auf Verspätungsschaden kann innerhalb dieser Frist nicht geltend gemacht werden.

4.5 Das Ingenieurbüro hat seine Leistungen mit der von ihm als fachkundige Person zu erwartenden Sorgfalt (§ 1299 ABGB) zu erbringen.

4.6 Hat das Ingenieurbüro in Verletzung seiner vertraglichen Pflichten dem Auftraggeber schuldhaft einen Schaden zugefügt, ist dessen Haftung für den Ersatz des dadurch verursachten Schadens – wenn im Einzelfall nicht anders geregelt – bei leichter Fahrlässigkeit wie folgt begrenzt:

1) bei Rücktritt und bei Personenschäden ohne Begrenzung,

2) in allen anderen Fällen mit folgenden Begrenzungen:

i. bei einer Auftragssumme bis 250.000,00 Euro: höchstens 12.500,00 Euro;

ii. bei einer Auftragssumme über 250.000,00 Euro: 5 % der Auftragssumme, jedoch höchstens 750.000,00 Euro.

3) Die Haftung bei Folgeschäden und entgangenen Gewinn ist auch bei grober Fahrlässigkeit ausgeschlossen, sofern im Einzelfall nichts anderes geregelt ist.

4.7 Schadenersatzansprüche des Auftraggebers verjähren binnen eines Jahres ab Kenntnis von Schaden und Schädiger, spätestens jedoch binnen fünf Jahren ab Erbringung der jeweiligen Leistung, sofern gesetzlich keine kürzere Frist gilt.

5 Rücktritt vom Vertrag

5.1 Ein Rücktritt vom Vertrag ist von beiden Seiten nur aus wichtigem Grund zulässig.

5.2 Bei Verzug des Ingenieurbüros mit einer Leistung ist ein Rücktritt des Auftraggebers erst nach Setzen einer angemessenen Nachfrist möglich; die Nachfrist hat schriftlich zu erfolgen.

5.3 Bei Verzug des Auftraggebers bei einer Teilleistung oder einer vereinbarten Mitwirkungstätigkeit, der die Durchführung des Auftrages durch das Ingenieurbüro unmöglich macht oder erheblich behindert, ist das Ingenieurbüro zum Vertragsrücktritt berechtigt. Gleiches gilt für sonstige in die Sphäre des Auftraggebers fallende Gründe, die eine Durchführung des Auftrages durch das Ingenieurbüro unmöglich machen oder erheblich behindern, wie insbesondere die Insolvenz des Auftraggebers.

5.4 Ist das Ingenieurbüro zum Vertragsrücktritt berechtigt, so behält dieses den Anspruch auf das gesamte vereinbarte Honorar, ebenso bei unberechtigtem Rücktritt des Auftraggebers. Weiters findet § 1168 ABGB Anwendung; bei berechtigtem Rücktritt des Auftraggebers sind von diesem die vom Ingenieurbüro erbrachten Leistungen zu honorieren.

5.5 Ein weiteres Rücktrittsrecht bei länger andauernder Unterbrechung richtet sich nach Punkt 7.4.

6 Honorar, Leistungsumfang

6.1 Sämtliche Honorare sind mangels abweichender Angaben in EURO erstellt.

6.2 In den angegebenen Honorarbeträgen ist die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) nicht enthalten, diese ist gesondert vom Auftraggeber zu bezahlen.

6.3 Die Kompensation mit allfälligen Gegenforderungen, aus welchem Grunde auch immer, ist unzulässig.

6.4 Sofern nicht ausdrücklich Gegenteiliges vereinbart ist, hat die Zahlung ohne Abzüge binnen 30 Tagen ab Rechnungslegung auf das vom Ingenieurbüro genannte Konto eines Kreditinstitutes zu erfolgen. Im Fall des Zahlungsverzuges sind Zinsen gemäß § 456 UGB in Höhe von 8 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz der EZB (§ 1 Abs. 2 ZVG) zuzüglich Mahnspesen zu entrichten.

6.5 Soweit für einzelne Leistungen oder Mehrleistungen kein ausdrücklich vereinbartes Honorar vorliegt, gilt gemäß § 1152 ABGB zumindest ein angemessenes Entgelt als vereinbart.

6.6 Das Ingenieurbüro ist berechtigt, Rechnungen in elektronischer Form (insbesondere per E-Mail als PDF) zu übermitteln. Der Auftraggeber erklärt sich ausdrücklich mit dem Empfang elektronischer Rechnungen einverstanden. Elektronische Rechnungen gelten mit Eingang im elektronischen Postfach des Auftraggebers als zugegangen und lösen die jeweiligen Zahlungsfristen aus.

6.7 Leistungen, die über den vereinbarten Leistungsumfang hinausgehen, insbesondere infolge geänderter Vorgaben, zusätzlicher Anforderungen, behördlicher Auflagen oder geänderter rechtlicher bzw. technischer Rahmenbedingungen, sind gesondert zu vergüten.

6.8 Barauslagen und Nebenkosten, die zur sachgerechten Durchführung des Auftrags erforderlich sind, sind vom Auftraggeber gesondert zu ersetzen. Dazu zählen insbesondere Gebühren, Abgaben, Reisekosten, besondere Vervielfältigungen, externe Leistungen, Visualisierungen sowie Kosten elektronischer Projektplattformen.

6.9 Das Ingenieurbüro ist berechtigt, über erbrachte Teilleistungen Teilrechnungen zu legen.

6.10 Bei Projekten mit einer Dauer von mehr als zwölf Monaten ist das vereinbarte Honorar für Leistungen, die nach dem Ablauf von zwölf Monaten nach Angebotslegung zu erbringen sind, auf Preisbasis Monat der Angebotslegung entsprechend dem vereinbarten Index wertzusichern. In Ermangelung eines vereinbarten Index gilt der „Kollektivvertrag für Angestellte in Information und Consulting“ und die Veränderung der diesbezüglichen Gehaltstabelle als maßgebliche Wertsicherungsgrundlage.

6.11 Kostenschätzungen, Kostenberechnungen und sonstige Kostenermittlungen beruhen auf dem jeweiligen Planungsstand und den bei Erstellung erkennbaren Rahmenbedingungen. Sie sind Prognosen und keine Garantie für tatsächliche Kosten, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes schriftlich vereinbart wurde.

7 Leistungsfristen, Verzögerung und Unterbrechung

7.1 Leistungsfristen und Termine sind, sofern nicht ausdrücklich als verbindlich vereinbart, unverbindliche Zeitangaben und setzen die rechtzeitige Erfüllung der Mitwirkungspflichten des Auftraggebers voraus.

7.2 Verzögert sich die Leistungserbringung aus Gründen, die das Ingenieurbüro nicht zu vertreten hat, verlängern sich Fristen und Termine angemessen.

7.3 Dauert eine Verzögerung, Behinderung oder Unterbrechung aus einem vom Ingenieurbüro nicht zu vertretenden Grund länger als zwei Monate an, ist der dadurch verursachte Mehraufwand gesondert zu vergüten.

7.4 Dauert eine Unterbrechung länger als sechs Monate an, kann jede Partei, die diese Unterbrechung nicht verursacht, hinsichtlich der noch nicht erbrachten Leistungen vom Vertrag zurücktreten. Bis dahin erbrachte Leistungen sind abzurechnen.

8 Geheimhaltung

8.1 Das Ingenieurbüro ist zur Geheimhaltung aller vom Auftraggeber erteilten Informationen verpflichtet. Diese Verschwiegenheitspflicht gilt zeitlich unbegrenzt über das Ende des Vertragsverhältnisses hinaus; ausgenommen sind gesetzlich vorgesehene Aussagepflichten. Das Ingenieurbüro ist verpflichtet, die Schweigepflicht auf alle Subplaner, Erfüllungsgehilfen und sonstige beigezogene Dritte vollständig zu überbinden und haftet für Verstöße dieser Personen gegen die Verschwiegenheitsverpflichtung wie für eigene Verstöße.

8.2 Das Ingenieurbüro ist auch zur Geheimhaltung seiner inhaltlichen Tätigkeit für den Auftraggeber verpflichtet, wenn und solange der Auftraggeber an dieser Geheimhaltung ein berechtigtes Interesse hat. Nach Durchführung des Auftrages ist das Ingenieurbüro berechtigt, das vertragsgegenständliche Werk gänzlich oder teilweise zu Werbezwecken zu veröffentlichen, sofern vertraglich nichts anderes vereinbart ist.

8.3 Kein berechtigtes Interesse des Auftraggebers besteht an der Geheimhaltung der Tatsache der erfolgten Tätigkeit des Ingenieurbüros für den Auftraggeber. In diesem Sinn ist das Ingenieurbüro berechtigt eine Tätigkeit für einen Auftraggeber einschließlich Auftragssumme als Referenz gegenüber anderen möglichen Auftraggebern zu erwähnen.

9 Schutz der Pläne und Aufbewahrungsdauer

9.1 Das Ingenieurbüro behält sich alle Rechte und Nutzungen an den von ihm erstellten Unterlagen (insbesondere Pläne, Prospekte, technische Unterlagen) vor.

9.2 Jede Nutzung (insbesondere Bearbeitung, Ausführung, Vervielfältigung, Verbreitung, öffentliche Vorführung, Zurverfügungstellung) der Unterlagen oder Teilen davon ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Ingenieurbüros zulässig. Sämtliche Unterlagen dürfen daher nur für die bei Auftragserteilung oder durch eine nachfolgende Vereinbarung ausdrücklich festgelegten Zwecke verwendet werden.

9.3 Das Ingenieurbüro ist berechtigt, der Auftraggeber verpflichtet, bei Veröffentlichungen und Bekanntmachungen über das Projekt den Namen (Firma, Geschäftsbezeichnung) des Ingenieurbüros anzugeben.

9.4 Im Falle des Zuwiderhandelns gegen diese Bestimmungen zum Schutz der Unterlagen hat das Ingenieurbüro Anspruch auf eine Pönale in Höhe des doppelten angemessenen Entgelts der unautorisierten Nutzung, wobei die Geltendmachung eines darüber hinausgehenden Schadenersatzanspruches vorbehalten bleibt. Diese Pönale unterliegt nicht dem richterlichen Mäßigungsrecht. Die Beweislast, dass der Auftraggeber nicht die Unterlagen des Ingenieurbüros genutzt hat, obliegt dem Auftraggeber. Originalunterlagen, Originalpläne und Originaldaten verbleiben, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart, beim Ingenieurbüro. Das Ingenieurbüro bewahrt diese für die Dauer von sieben Jahren ab Abschluss der Leistung auf. Nach Ablauf dieser Frist ist das Ingenieurbüro berechtigt, die Unterlagen ausschließlich in digitaler Form aufzubewahren. Die Herausgabe bearbeitbarer digitaler Daten bedarf einer gesonderten Vereinbarung.

9.5 Für Änderungen oder Weiterbearbeitungen digital übergebener Daten nach deren Übergabe haftet das Ingenieurbüro nicht.

10 Rechtswahl, Gerichtsstand und Vertretungsvollmacht

10.1 Für Verträge zwischen Auftraggeber und Ingenieurbüro kommt ausschließlich materiell österreichisches Recht zur Anwendung. Verweisungen auf ausländisches Recht finden keine Anwendung.

10.2 Für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag wird die Zuständigkeit des sachlich zuständigen Gerichts am Sitz des Ingenieurbüros vereinbart.

10.3 Das Ingenieurbüro ist berechtigt den Auftraggeber vor Behörden oder Körperschaften öffentlichen Rechts zu vertreten. Der Auftraggeber hat erforderlichenfalls eine entsprechende schriftliche Vollmacht auszustellen.

11 Versicherung

Das Ingenieurbüro hält für die Dauer des Vertragsverhältnisses eine Haftpflichtversicherung in Höhe von EUR 800.000,00 aufrecht und weist diese dem Auftraggeber auf Verlangen nach.

12 Datenschutz

12.1 Das Ingenieurbüro verarbeitet personenbezogene Daten des Auftraggebers (insbesondere Name, Anschrift, Kontaktdaten und vertragsrelevante Informationen von Ansprechpersonen) als Verantwortlicher im Sinne der DSGVO auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO zur Vertragserfüllung sowie auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO zur Erfüllung gesetzlicher und standesrechtlicher Verpflichtungen. Soweit eine Weitergabe von Daten an Dritte (insbesondere Behörden, Subplaner, sonstige Projektbeteiligte) zur Vertragsabwicklung erforderlich ist, erfolgt diese auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b bzw. lit. f DSGVO.

12.2 Die vom Auftraggeber benannten Kontaktpersonen haben das Recht auf Auskunft (Art. 15 DSGVO), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18), Datenübertragbarkeit (Art. 20) sowie das Widerspruchsrecht (Art. 21 DSGVO). Darüber hinaus besteht das Recht auf Beschwerde bei der österreichischen Datenschutzbehörde. Nähere Informationen zur Datenverarbeitung stellt das Ingenieurbüro auf Anfrage zur Verfügung.

12.3 Soweit der Auftraggeber dem Ingenieurbüro im Rahmen des Projekts personenbezogene Daten Dritter (insbesondere Grundstückseigentümer, Mieter, Anrainer, sonstige Projektbeteiligte) übermittelt, leistet der Auftraggeber Gewähr, dass hierfür sämtliche datenschutzrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, insbesondere erforderliche Einwilligungen der Betroffenen vorliegen oder ein sonstiger Rechtfertigungsgrund gemäß Art. 6 DSGVO gegeben ist. Der Auftraggeber stellt das Ingenieurbüro von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer datenschutzwidrigen Übermittlung durch den Auftraggeber resultieren.

12.4 Soweit das Ingenieurbüro im Rahmen der Auftragserfüllung personenbezogene Daten weisungsgebunden für den Auftraggeber verarbeitet (Auftragsverarbeitung im Sinne des Art. 28 DSGVO), ist zwischen den Parteien ein gesonderter Auftragsverarbeitungsvertrag abzuschließen. Das Ingenieurbüro wird den Auftraggeber auf eine solche Konstellation hinweisen.

13 Schlussbestimmungen

13.1 Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

13.2 Änderungen der Anschrift, Firma oder sonstiger für das Vertragsverhältnis wesentlicher Daten des Auftraggebers sind dem Ingenieurbüro unverzüglich schriftlich bekanntzugeben. Erklärungen an die zuletzt bekannt gegebene Anschrift gelten als zugegangen, sofern die Änderung nicht mitgeteilt wurde.

13.3 Änderungen und Ergänzungen des Vertrags sowie das Abgehen vom Schriftformerfordernis bedürfen der Schriftform.

Stand 08/2026

General terms and conditions for engineering companies in Austria
B2B (between companies)

1 Applicability of the General Terms and Conditions, Deviations and Definitions

1.1 The following general terms and conditions shall apply for all current and future contracts between the client in its capacity as an operator and the engineering firm.

1.2 Deviations from these conditions, and in particular the conditions of the client, shall apply only if the engineering firm has explicitly acknowledged and confirmed them in writing.

1.3 In these General Terms and Conditions, ‘days’ mean calendar days.

1.4 In these General Terms and Conditions, ‘in writing’ or ‘written form’ means a document bearing a signature within the meaning of Section 886 of the Austrian Civil Code (ABGB). A qualified electronic signature (Section 4 of the Electronic Signatures Act (SVG)) is equivalent to a handwritten signature. A simple email does not meet this requirement.

2 Quotations, ancillary agreements

2.2 Unless otherwise indicated, the quotations from the engineering firm shall be non-binding with regard to all indicated details, including the fee.

2.3 If a contract confirmation from the engineering firm contains modifications to the contract, these shall be considered approved by the client unless the client the client objects in writing without delay (within 10 days of receipt of the order confirmation).

2.4 Agreements must always be in writing. Verbal commitments, ancillary agreements or statements are non-binding.

3 Awarding of contract

3.1 The following documents shall apply to the content, nature and scope of the services in the order set out below: the client’s order or the contract document signed by both parties, the engineering firm’s quotation, these General Terms and Conditions, the documents on which the quotation is based, as well as the relevant statutory provisions and generally accepted rules of engineering.

3.2 Any amendments or additions to the order must be confirmed in writing by the engineering firm in order to form part of this contractual relationship. The engineering firm is entitled, on the basis of amendments or additions to the order, to invoice the client for the additional costs incurred, as evidenced, and to adjust the deadlines accordingly.

3.3 The engineering firm undertakes to duly perform the contract awarded to it in accordance with generally accepted engineering standards and the principles of cost-efficiency.

3.4 The engineering firm may engage other duly authorised parties to fulfil the contract and may award contracts to them in the name and on behalf of the client. However, the engineering firm is obliged to notify the client of this intention in writing and to give the client the opportunity to object in writing to the award of such a contract to a third party within 10 days.

3.5The engineering firm may also engage other duly authorised persons as sub-planners to fulfil the contract and may assign tasks to them in the name and on behalf of the engineering firm. However, the engineering firm is obliged to notify the client in writing if it intends to have work carried out by a sub-planner, and to give the client the opportunity to object in writing to the award of this contract to the sub-planner within 7 days; in this case, the engineering firm must carry out the work itself.

3.6 The client must provide the engineering firm with all documents, information, approvals and decisions necessary for the performance of the services in a timely and complete manner. Any additional work resulting from late, incomplete or subsequently amended specifications provided by the client shall be remunerated separately. The agreed deadlines shall be extended in line with the client’s delay.

3.7 Should the engineering firm have reservations regarding the client’s specifications, documents, instructions or decisions, it shall bring these to the client’s attention as soon as possible. If, despite such notification, the client persists with its specifications, the engineering firm shall be released from liability for the service owed to the extent that the client’s specifications, documents, instructions or decisions render this impossible. The client shall, however, pay the agreed fee, less any savings realised by the engineering firm. Should the client’s specifications, documents, instructions or decisions complicate the provision of the service, the client shall reimburse the additional costs and the deadline for performance shall be extended accordingly.

4 Warranty and compensation for damage

4.1 Warranty claims may only be asserted following written notice of defects, which must be submitted within 14 days of completion or provision of the relevant service or partial service. The service or partial service shall be deemed to have been provided upon its digital transmission or otherwise being made available to the client, in particular by email or via a project platform.

4.2 The engineering firm is entitled to rectify any identified defects itself or have them rectified within a reasonable period. The client shall afford the engineering firm the opportunity to do so. The client or a third party may only carry out the rectification itself if the engineering firm refuses to rectify the defects or fails to do so within a reasonable period.

4.3 Warranty claims shall become time-barred in accordance with Section 933 (3) of the Austrian Civil Code (ABGB) three months after the expiry of the respective warranty period.

4.4 Claims for termination of the contract and a reduction in price shall be excluded. The engineering firm shall be given a reasonable period to rectify any defects or provide any missing services, which shall generally amount to one third of the period agreed for the performance of the services. A claim for damages arising from delay may not be asserted during such period.

4.5 The engineering firm must perform its services with the care expected of it as a person of professional competence) (Section 1299 of the Austrian Civil Code - ABGB).

4.6 If in breach of its contractual obligations the engineering firm is guilty of causing damage to the client, its liability to make good the damage caused – unless otherwise arranged in individual cases – by slight negligence shall be limited as follows:

1) for cancellation of sale and personal injury, no limitation,

2) the following limitations shall apply in all other cases:

i. in the case of a contract amount up to 250,000.00 euros: a maximum 12,500.00 euros;

ii. in the case of a contract amount above 250,000.00 euros: 5% of the contract amount but a maximum of 750,000.00 euros.

3) Liability for consequential damages and lost income shall also be excluded in the case of gross negligence unless otherwise arranged in individual cases.

4.7 Claims for damages by the client shall become time-barred one year after the client becomes aware of the damage and the party responsible for it, but in any event no later than five years after the provision of the relevant service.

5 Withdrawal from the contract

5.1 Either party may terminate the contract only for good cause.

5.2 In the event of a delay by the engineering firm in performing its services, the client may only terminate the contract after setting a reasonable grace period. The grace period must be set in writing.

5.3 Should the client be in default with regard to a partial service or an agreed collaborative activity, which renders the performance of the contract by the engineering firm impossible or significantly impedes it, the engineering firm shall be entitled to withdraw from the contract. The same applies to other reasons falling within the client’s sphere of responsibility which render the engineering firm’s performance of the contract impossible or significantly impede it, such as, in particular, the client’s insolvency.

5.4 If the engineering firm is entitled to withdraw from the contract, it shall retain the right to the full agreed fee; the same applies in the event of unjustified withdrawal by the client. Furthermore, Section 1168 of the Austrian Civil Code (ABGB) shall apply; in the event of justified withdrawal by the client, the client shall pay for the services rendered by the engineering firm.

5.5 A further right of withdrawal in the event of a prolonged interruption is governed by clause 7.4.

6 Fees, scope of services

6.1 Unless otherwise indicated, all fees shall be in euros.

6.2 The fees stated are exclusive of value added tax (VAT). VAT shall be charged to the client in addition to the fees.

6.3 Set-off against any counterclaims, irrespective of their legal basis, shall not be permitted.

6.4 Unless expressly agreed otherwise, payments shall be made without deduction within 30 days of the invoice date to the bank account designated by the engineering firm. In the event of late payment, default interest shall accrue in accordance with Section 456 of the Austrian Commercial Code (UGB) at a rate of 8 percentage points above the base interest rate applicable pursuant to Section 1(2) of the Austrian Interest Act (ZVG), plus any applicable reminder charges.

6.5 Where no fee has been expressly agreed for individual or additional services, a reasonable fee shall be deemed to have been agreed in accordance with Section 1152 of the Austrian Civil Code (ABGB).

6.6 The engineering firm shall be entitled to issue invoices in electronic form, in particular by email in PDF format. The client expressly agrees to receive electronic invoices. Electronic invoices shall be deemed to have been received upon receipt in the client’s electronic mailbox and shall trigger the applicable payment period.

6.7 Services exceeding the agreed scope of work, in particular as a result of amended specifications, additional requirements, regulatory requirements or changes to the legal or technical framework, shall be remunerated separately.

6.8 Expenses and incidental costs necessary for the proper performance of the contract shall be reimbursed separately by the client. These shall include, in particular, fees, charges, travel expenses, special reproductions, external services, visualisations and the costs of electronic project platforms.

6.9 The engineering firm shall be entitled to issue interim invoices for services rendered.

6.10 For projects lasting more than twelve months, the agreed fee for services to be performed after the expiry of twelve months from the submission of the tender shall be adjusted in accordance with the agreed index, using the price level in the month in which the tender was submitted as the basis for the adjustment. In the absence of an agreed index, the “Collective Agreement for Employees in Information and Consulting” and changes to the corresponding salary scale shall serve as the basis for the adjustment.

6.11 Cost estimates, cost calculations and other cost assessments are based on the current stage of planning and the framework conditions known at the time of their preparation. They constitute forecasts and do not guarantee the costs actually incurred, unless expressly agreed otherwise in writing.

7 Performance Deadlines, Delays and Interruptions

7.1 Unless expressly agreed to be binding, performance deadlines and dates shall be non-binding time frames and shall be subject to the client’s timely fulfilment of its obligations to cooperate.

7.2 If the performance of services is delayed for reasons for which the engineering firm is not responsible, the relevant deadlines and dates shall be extended accordingly.

7.3 If a delay, hindrance or interruption for reasons beyond the engineering firm’s control continues for more than two months, the additional expenditure incurred as a result shall be remunerated separately.

7.4 If an interruption continues for more than six months, either party not responsible for the interruption may terminate the contract with respect to the services not yet rendered. Services rendered up to that point shall be invoiced.

8 Confidentiality

8.1 The engineering firm shall maintain confidentiality with respect to all information provided by the client. This duty of confidentiality shall remain in force indefinitely beyond the termination of the contractual relationship, except where disclosure is required by law. The engineering firm shall be obliged to impose the duty of confidentiality in full on all sub-planners, vicarious agents and other third parties engaged by it, and shall be liable for any breaches of confidentiality by such persons as if they were its own breaches.

8.2 The engineering firm shall also maintain confidentiality with respect to the nature and substance of its activities for the client, where and for as long as the client has a legitimate interest in such confidentiality. Following completion of the assignment, the engineering firm shall be entitled to publish the work covered by the contract, in whole or in part, for advertising purposes, unless otherwise agreed in the contract.

8.3 The client shall have no legitimate interest in keeping confidential the fact that the engineering firm has carried out work for the client. Accordingly, the engineering firm shall be entitled to refer to work carried out for a client, including the contract value, as a reference to other prospective clients.

9 Protection of plans and retention period

9.1 The engineering firm reserves all rights and rights of use in respect of the documents it has prepared, in particular plans, brochures and technical documentation.

9.2 Any use of the documents or parts thereof, including in particular their adaptation, execution, reproduction, distribution, public presentation or making available, shall require the express consent of the engineering firm. Accordingly, all documents may only be used for the purposes expressly specified at the time the contract was awarded or in a subsequent agreement.

9.3 The engineering firm shall be entitled, and the client shall be obliged, to state the name (company name or business name) of the engineering firm in any publications and announcements relating to the project.

9.4 In the event of a breach of these provisions governing the protection of the documents, the engineering firm shall be entitled to a contractual penalty in an amount equal to twice the reasonable fee for the unauthorised use, without prejudice to the engineering firm’s right to claim further damages. This contractual penalty shall not be subject to judicial mitigation. The burden of proof that the client has not used the engineering firm’s documents shall rest with the client. Unless expressly agreed otherwise, original documents, original plans and original data shall remain with the engineering firm. The engineering firm shall retain these for a period of seven years from completion of the services. Upon expiry of this period, the engineering firm shall be entitled to retain the documents exclusively in digital form. The provision of editable digital data shall require a separate agreement.

9.5 The engineering firm shall not be liable for any alterations or further processing of digitally transferred data after such data has been transferred.

10 Choice of Law, Jurisdiction and Power of Attorney

10.1 Contracts between the client and the engineering firm shall be governed exclusively by Austrian substantive law. References to foreign law shall not apply.

10.2 For all disputes arising out of this contract, the competent court having subject-matter jurisdiction at the registered office of the engineering firm shall have exclusive jurisdiction.

10.3 The engineering firm shall be entitled to represent the client before public authorities and bodies governed by public law. Where necessary, the client shall issue the engineering firm with a corresponding written power of attorney.

11 Insurance

The engineering firm shall maintain professional liability insurance in the amount of EUR 800.000,00 for the duration of the contractual relationship and shall provide evidence of such insurance to the client upon request.

12 Data Protection

12.1 The engineering firm processes the client’s personal data (in particular, names, addresses, contact details and contract-related information of contact persons) as the controller within the meaning of the GDPR, on the basis of Article 6 (1) (b) GDPR for the performance of the contract and on the basis of Article 6 (1) (c) GDPR for compliance with statutory and professional obligations. Where the disclosure of data to third parties (in particular, public authorities, sub-planners and other project participants) is necessary for the performance of the contract, such disclosure shall be based on Article 6 (1) (b) or (f) GDPR.

12.2 The contact persons designated by the client shall have the right of access (Article 15 GDPR), the right to rectification (Article 16 GDPR), the right to erasure (Article 17 GDPR), the right to restriction of processing (Article 18 GDPR), the right to data portability (Article 20 GDPR) and the right to object (Article 21 GDPR). In addition, they shall have the right to lodge a complaint with the Austrian Data Protection Authority. The engineering firm shall provide further information on the processing of personal data upon request.

12.3 Where the client provides the engineering firm with personal data of third parties (in particular, property owners, tenants, neighbours and other project participants) in connection with the project, the client warrants that all data protection requirements applicable to such transfer have been satisfied, in particular that any necessary consents of the data subjects have been obtained or that another legal basis pursuant to Article 6 GDPR applies. The client shall indemnify the engineering firm against all claims by third parties arising from any transfer of data by the client in breach of applicable data protection law.

12.4 Where the engineering firm processes personal data on behalf of the client and in accordance with the client’s instructions in the course of performing the contract (processing on behalf of a controller within the meaning of Article 28 GDPR), the parties shall enter into a separate data processing agreement. The engineering firm shall inform the client if such circumstances arise.

13 Final Provisions

13.1 Should any provision of these General Terms and Conditions be or become invalid, the validity of the remaining provisions shall remain unaffected.

13.2 The client shall notify the engineering firm without undue delay and in writing of any changes to its address, company name or other details material to the contractual relationship. Notices sent to the client’s last notified address shall be deemed to have been received unless the engineering firm has been notified of the change.

13.3 Any amendments or additions to the contract, as well as any waiver of the requirement for written form, shall be made in writing.

As at August 2026